Wissis wundersames Weblog


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So...

Hallihallo,

da ich so lange hier nicht s geschrieben habe, dachte ich, ich k?nne dies mal nachholen und ?ber meinen glorreichen Beinbruch berichten.
Dieser Bericht mag lustig oder ironisch-heiter klingen, ist es aber garantiert nicht. So.


Aaaalso:

Es ist der 29.07.2005, Freitag, abends halb zehn. Ich sitze am PC und spiele World of Warcraft, an nix B?ses denkend.
Draussen regnet es, die Balkont?r ist noch auf.
Ich stehe auf, gehe auf den Balkon, um die Blumenk?sten, die an der hinteren Wand des Balkons standen, nach vorne zu schieben, damit auch diese etwas Regenwasser abbekommen.
Gesagt, getan, ich gehe wieder rein, mache die T?r hinter mir zu und will loslaufen (linkes Bein zuerst).
Da mein linker Fuss wohl noch vom Balkon nass war, glitsche ich aus und klatsche hin. Ich merke noch, wie mein linker Fuss unter mich ger?t und ich meine auch ein „Ger?usch“ geh?rt zu haben.
Ich denke „ohgottohgott, hoffentlich is nix mit dem Bein“, w?hrend ich es unter mir herausw?hle, wei? aber gleichzeitig schon, dass es gebrochen ist. Sehr sehr eigenartiges Gef?hl. Schmerzen nicht direkt.
Ich schaue auf mein Bein, und, ja, es ist gebrochen, normalerweise hat mein Bein n?mlich keinen seltsamen treppenstufenartigen Knick etwa in Mitte des Schienbeins.
Ich fluche, und robbe/hopse auf dem Hintern ins Arbeitszimmer, wo ich erst mal den PC aus mache und dann eine Nachbarin anrufe, die auch sofort nach oben geeilt kommt.
Ich mache die T?r auf, wir rufen dann gemeinsam den Notarzt und ich noch die Ilona an, bei der ich eigentlich am Samstag zum DSA-Spielen auftauchen sollte.
Bis der Notarzt kommt, packen wir eine Tasche.

Notarzt kommt, 2 sehr nette Herren, die nur den Kopf sch?tteln ob meiner Dummheit. Nun ja.
Einer h?ngt kurzerhand ein Bild im Flur ab, um einen Aufh?nger f?r die Infusion zu bekommen (aha?!) und nimmt mir Blut ab und setzt so ein Dingsda in meine Hand.

Zwischendurch wurde erst mal ein Arzt gerufen, weil die Notarztwagenfahrerleute keine Medikamente geben d?rfen. Hm. Arzt trifft ein, begutachtet das Bein und gibt mir irgendein Zeug in die Infusion (Scheissegaltropfen).
Danach zieht er an meinem Bein und macht es gerade. Hab ich gar net richtig gemerkt. Anschliessend packt er das Bein in eine Luftdrucksonstwasmanschette und verfrachtet mich auf eine Trage.
Dann ab ins Krankenhaus (Bad Homburg).
Notaufnahme. Wieder seltsame Gestalten, die um mich herum hopsen, ich muss r?ber von der Trage auf eine andere oder ein Bett oder was wei? ich.
R?ntgen, dann wohl wieder ein Arzt mal zwischendurch, die waren ja alle vermummt, man hat nur die Augen gesehen.
Irgendein vermummter Medizinmensch verk?ndet, dass man gerne noch jetzt sofort operieren w?rde, es ist mittlerweile etwa Mitternacht.
An?sthesist kommt angehuscht und ?berreicht mir ein Faltblatt zur Narkose. Sehr h?bsch buntig wars, das Faltblatt. R?ckenmarksnarkose wollen die machen, aha. Nun gut, sollen sie halt, wenn sie meinen.
Wieder durch die G?nge fahren, dotzen links, dotzen rechts... na ja, irgendwann wohl im Op-Vorbereitungsraum, muss ich wieder auf einen anderen Tisch r?ber, geht ganz gut.
Dann Narkose (?), die Reihenfolge weiss ich nicht mehr wirklich...
Netter Mensch fragt, ob ich Musik h?ren will, ja gern doch, ich will ja die Ger?usche nicht mitkriegen vom Bein, ausserdem bin ich ziemlich m?de. Vor mir wird ein Vorhang aufgebaut.
Kopfh?rer auf, schwupp weg war ich... irgendwann wache ich auf, keine Musik mehr. Hmmrmmpf. Habe artig gefragt, ob wer die Musik wieder anmachen kann, Musik kam wieder, ich wieder weg.
N?chstes Aufwachen von eigenartigen Ger?uschen. H?rt sich an wie in einer Schmiede, na ja, denke ich, jetzt werden sie wohl den schon angek?ndigten Nagel in mein Bein kloppen, durch den ganzen Knochen durch, oben vom Knie aus. Der Tisch wackelt auch ein bisschen, der L?rm ist echt krass.
Wieder Blackout.
Irgendwann (laut Aussage meiner Bettnachbarin) kam ich gegen 2 Uhr nachts im Zimmer auf der Station an.
Erstes Bekanntmachen mit den beiden Zimmergenossinnen, ich in der Mitte, links von mir eine ?ltere Dame mit gebrochenem Ellbogen (wie sich sp?ter herausstellte), Bettnachbarin rechts mit angeknackstem Becken von einem Autounfall.
Naja, restliche Nacht kaum geschlafen, Sch?ttelfrost, dann wieder zu warm... zittern ?berall... Narkosenachwirkungen. B?h, echt.

Am n?chsten Morgen Erstaunen dar?ber, keinen Gips zu haben oder zu bekommen. Aha!? Mittags dann Besuch der Nachbarin, die auch die Tiere versorgt. Puh. ?bergeben einer Mitbringliste, Sachen treffen abends ein (oder wars am n?chsten Tag?), endlich...

Naja, danach gings einigermassen gut, wenig Schmerzen, aber immer wieder Abspulen der „Fallerinnerung“ und grausame Gedanken was passieren wird/kann/k?nnte. Schlimm so was.
Handys durften wir nicht an haben, aber ab und zu... na ja. SMS verschicken an diverse Freunde und Bekannte, viele R?ckmeldungen.

Ansonsten werde ich jetzt hier nicht im Detail auflisten, was alles im Krankenhaus passiert is... w?re zu lang einfach... viel Besuch, viel Essen, R?ntgenbikld schaut schaurig aus, Schrauben sehen aus wie aus dem Baumarkt, st?ndig Essen eigentlich... Musik h?ren (dank Manfreds MP3 Player), ansonsten ein bisschen fernsehen und mit den Bettnachbarn quatschen.
Entlassung am 10.08., Ilona hat mich heimgefahren und auch den ersten Grosseinkauf gemacht und mir geholfen die Wohnung halbwegs kr?ckensicher aufzur?umen. Erste Tage wieder zuhause – grausam. Nix kann man, alles ist komisch...
Jede Woche Arztbesuch, R?ntgenbilder sehen soweit gut aus...

So, Schnitt.

Heute ist der 15.10., der Unfall ist grob 10 Wochen her, ab gestern bin ich offiziell wieder arbeitsf?hig, habe aber noch 3 Wochen Urlaub ab Montag, ich laufe immer noch auf 2 Kr?cken, kann laut Arzt auf einer laufen, aber die Technik habe ich noch nicht ganz raus. Ausserdem laufe ich mit einer Kr?cke wie eine Kreuzung aus dem Gl?ckner, einem Pinguin und meiner Oma – kein sch?nes Bild. Nicht dass ich noch bucklig bleibe.

N?chste Woche fahre ich in Urlaub nach Sylt, mal schauen wie das klappt.

Seit gestern darf ich offiziell wieder Autofahren, bin aber vorgestern schon gefahren, klappt ganz gut, nur muss ich drauf achten, die Kupplung gerade runterzutreten und nicht wie sonst etwas schr?g – das mag mein Bein n?mlich gar nicht.

Heute hatte das Bein Generalprobe, ich war mit Vivi im Nordwestzentrum, viel rumhumpeln, mit Pause, um was zu essen, danach noch zu einer Meerschweinausstellung, um dringend ben?tigtes Futter zu erwerben. Danach kritisches Be?ugen des Beins: Kn?chel rechts nicht mehr wirklich zu sehen, ziepen und pulsieren an verschiedenen Stellen...
Zuhause erst mal Eis / K?hlung drauf...

Naja, bis Sylt muss ich noch viel ?ben.
Mein Gep?ck werde ich vorschicken lassen, dazu muss es schon am Mittwoch abholbereit sein, deshalb muss ich es schon am Dienstag packen. Uiuiui...

Naja, das wars dann erst mal wieder von mir... an dieser Stelle noch mal ein herzliches Dankesch?n an alle, die geholfen, eingekauft und mich in der letzten Zeit ertragen haben.


Liebe Gr??e an alle Mitlesenden,

Claudia
15.10.05 19:59





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